Wenn Alleinsein als positive Ressource empfunden wird

Laut einer Studie im Fachblatt Cultural-Historical Psychology im Juli 2018 veröffentlichten Studie ist entwicklungspsychologische Reife ("Ich-Entwicklung") mit einer positiven Akzeptanz des Alleinseins (i.S. v. "Solitude") verbunden. Alleinsein oder "Solitude" ist die Situation, eine Weile allein zu bleiben. Allein zu sein kann bedeuten, die eigene Zeit produktiv zu nutzen, z.B. indem man sich kreativ beschäftigt oder sich selbst entdeckt und pschisch wohlfühlt.

 

Menschen im fortgeschrittenen Stadium der Ich-Entwicklung neigen dazu, das Alleinsein als wertvolle (Zeit-)Ressource zu betrachten, die kreativ mit einer Vielzahl von Aktivitäten und Lern- bzw. Genusserfahrungen gefüllt werden kann. Umgekehrt gilt: Je früher das Stadium der I-E, desto unwahrscheinlicher war es für die Probanden, das Alleinsein zu genießen. Vielmehr gaben die Befragten zu, sich möglichst permanent unter Menschen zu begeben.

 

Allein sein darf aber in diesem Zusammenhang nicht mit sozialer Isolation oder Einsamkeit (bzw. Einsamkeitsgefühlen) verwechselt werden. Einsamkeit ist definiert als schmerzhafte Erfahrung, die mit einem Mangel an enger, vertrauensvoller Verbindung oder Kommunikation mit anderen Menschen verbunden ist. 

 

Weitere Informationen zur Studie:

https://psylex.de/psychologie-lexikon/persoenlichkeit/ich-entwicklung.html

bzw. http://dx.doi.org/10.17759/chp.2018140104

 

 

 

 

 

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